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So wird Zement hergestellt: Klinkerherstellung
Wärmetauscherturm des Zementwerkes Dotternhausen

Im Wärmetauscherturm des Zementwerkes Dotternhausen strömt das Rohmehl (gemahlener Kalkstein, Sand, Ton) von oben nach unten durch die 5 Zyklone, wobei der Warmluftstrom von unten (aus dem Drehrohrofen) nach oben zieht. So wird das Rohmehl erhitzt. Ein Teil der Ersatzbrennstoffe wie Altreifenschnitzel oder Ölschiefer werden im Calcinatorschacht zugegeben.
Drehrohrofen des Zementwerkes Dotternhausen

Der Drehrohrofen des Zementwerkes Dotternhausen ist das Herzstück der Klinkerherstellung. Das bis auf 820 Grad Celsius vorgewärmte Rohmehl wird im Drehrohrofen auf 1450 Grad Celsius erhitzt, wobei die klinkerrelevanten Calcium-Silikat-Phasen durch einen Sinterprozess entstehen. Aus Klinker werden die verschiedenen Bindemittel gemahlen.
Der Drehrohrofen des Zementwerkes Dotternhausen ist 56 m lang und hat einen Durchmesser von 4 m. Das Drehrohr, das 3 % geneigt ist, ist mit feuerfesten Materialien ausgekleidet. Die Flammentemperatur beträgt 2000 Grad. Der Ofen wird je nach dem mit Kohle, Schweröl und Ersatzbrennstoffen beheizt.
Klinkerkühler des Zementwerkes Dotternhausen

Der noch glühende, gesinterte Zementklinker muss anschliessend sehr schnell abgekühlt werden. Dazu wird Luft aus der Atmosphäre genommen und durch die auf dem Rost des Kühlers ausgebreitete Klinkerschicht geblasen.
Während die kalte Luft den Klinker abkühlt, erhitzt sie sich und gelangt anschliessend als vorgewärmte Verbrennungsluft in den Drehrohrofen. Diese Wärmerückgewinnung sorgt für eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Energie im Zementwerk Dotternhausen. Auf einem Kettenband gelangt der noch etwa 100 °C heisse Klinker ins Klinkerlager.


